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Unsere Schüler stellen etwas auf die Beine

Besuch der Marianne-Strauß-Klinik am Starnberger See: Schüler des dritten Ausbildungsjahrgangs haben aus eigener Initiative einen herausragenden Tag als Studienausflug organisiert!

Die Klassen des 2. und 3. Ausbildungsjahrgangs zum examinierten Altenpfleger besuchten die „Marianne-Strauß-Klinik“. Die Klinik ist auf die MS Erkrankung spezialisiert und zeigt ihre Stärke in der interdisziplinären Arbeit und ganzheitlichen Behandlung in allen Stadien der Erkrankung: medizinisch-diagnostisch • therapeutisch • psychosozial.

"Unterricht ist gut, aber Abwechslung ist besser" dachten sich wohl unsere Schüler, als in der Neurologie das Thema Multiple Sklerose behandelt wurde und so organisierten sie vom Klinikbesuch über den Bustransport und die Mahlzeiten alles in vollendeter Perfektion.

In der Marianne-Strauß-Klinik angekommen, erfolgte zunächst eine Begrüßung und die Information über den Ablauf des Besuchs, der die Besichtigung aller Klinikbereiche einschloss.

Zunächst besuchte man die Diagnostische und Urologische Station, wo darüber informiert wurde, dass der Anteil von MS-Patienten mit Blasenproblem mit 80% – 90% sehr hoch ist. Es kommt dabei zu Entleerungsstörungen der Blase, weil Kontrollmöglichkeiten der beteiligten Muskulaturen gestört sind. Dies führt zu Harnverhalt oder zu einem Urin-Reflux, wodurch schwere Infekte begünstigt werden. Um dieses Problem zu lösen wird den Patienten, solange dies von diesen gewünscht und möglich ist, die Selbstkatheterisierung beigebracht. Es ist auch möglich, dem Harnverhalt mit einer Botoxbehandlung zu begegnen.

Die nächste Station des Rundgangs war die neuropsychiatrische Station, auf der sämtlich mögliche neurologische Symptome der MS behandelt werden können.

Auch die Akutstation wurde gezeigt, wo Patienten mit MS-Schüben behandelt werden. Hier beträgt die durchschnittliche Aufenthaltsdauer 3 – 4 Wochen. Ferner konnten Therapiebereiche der Ergo- und Physiotherapieabteilungen angesehen und teilweise ausprobiert werden.

Als tief berührend empfanden alle die gebotene Möglichkeit, mit zwei betroffenen Patienten ins Gespräch zu kommen, denn die Gespräche, die sich ergaben, kann kein Lehrbuch so abbilden.

Sowohl die begleitenden Lehrkräfte als auch die Auszubildenden waren begeistert von der Exkursion und der Fülle der transportierten Informationen. Der Wunsch zur Wiederholung steht unbedingt und wir möchten uns sowohl bei den organisierenden Schülern als auch bei der Marianne-Strauß-Klinik für diesen Tag von Herzem danken.